Hexe Claire
 
 

Blog & Neuigkeiten

 

An dieser Stelle finden Sie Gedanken zum Kartenlegen, zum Hexentum, der Magie und spirituellen Dingen allgemein. Es geht um interessante Buchtipps und Kartendecks und wenn es Neuigkeiten rund um meine Arbeit gibt, stehen sie ebenfalls hier.

Dieses Blog ist ein beweglicher Ort, wie das echte Leben. Es ist nicht als Archiv gedacht, sondern kann und wird sich verändern. Artikel kommen und gehen (keine Sorge, sie bleiben normalerweise mindestens einen Monat online). 

Ich möchte dem linearen Denken kleine Pausen ermöglichen, um sich auf das einzulassen, was wirklich ist: die Gegenwart. Hier geht es nicht um datierte Momente, sondern um frische Energie.


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Veränderungen

Ich hatte schon länger die Idee, das Blog zu verändern und es "organischer" zu machen. So, wie das echte Leben ist, wie Energie in Wirklichkeit fließt und eben nicht als fein säuberlich datierte Moment-Mumien. Das habe ich oben in der Einleitung jetzt mit ergänzt. Die Artikel bleiben so lange online, wie sie sich "frisch" anfühlen und machen dann Platz für Neues. Wie in einem Garten, wenn die Zeit gekommen ist, geht´s auf den Kompost, damit Neues entstehen kann.

Daher verzichte ich ab jetzt auch auf Datierungen, wenn ein Datum wichtig ist (wie bei Walpurgis), nehme ich seinen natürlichen Namen. In den letzten Jahren bin ich tiefer in animistisches und schamanisches Wissen eingetaucht. Ich möchte unserem westlich-materialistischen Denken kleine Pausen ermöglichen, um sich auf das einzulassen, was wirklich da ist.


Nach dieser kleinen Vorrede zum Eigentlichen. Nach einer längeren Pause, in der ich nur die Vollmondkarten auf YouTube gemacht habe, kommt so langsam wieder Schwung in die Sache. Mehr dazu im Video unten. Wenn ihr noch Fragen habt oder Anregungen, dann nur heraus damit, das Kontaktformular freut sich auf euren Input.

(Wer keine Videos verpassen möchte: Einfach meinen Kanal abonnieren und die Benachrichtigungen aktivieren, ich verspreche, dass niemand zugespamt wird.)

Mir ist es wichtig, dass wir das gemeinsam ausloten. Spiritualität ist keine „one man show“, sondern etwas Gemeinschaftliches. Ich habe in den letzten Jahren intensiv von traditionellen Lehrer:innen aus alten Kulturen gelernt und da ging es immer nur um eine Sache: Wie kannst du deiner Community helfen?

Wenn es wirklich mal um Selbstoptimierung ging, dann mit dem Ziel mehr Wissen und spirituelle Größe zu entwickeln, um - richtig geraten - besser helfen zu können. Das ist eine Ansicht, die mit meinen eigenen Überzeugungen Hand in Hand geht.

Ich freue mich über die zahlreichen Kommentare und Gedanken, die bereits eingegangen sind. Ich sammele sie und werde sie Stück für Stück in neuen Videos besprechen.




Walpurgis

Vielen Dank für das Feedback zum letzten Blogartikel, den ich auch auf Instagram veröffentlicht habe. Ich werde darüber nachdenken einen Kurs speziell zu diesem Thema zu entwerfen.

Eines wurde immer wieder angesprochen: Es soll bitte im Alltag praktikabel sein. Ich denke das kriegen wir hin. Wenn man sich im Brauchtum und in der alten Volksmagie umschaut, sieht man ebenfalls praktische Herangehensweisen. Es ist nicht neu, dass die Leute etwas brauchen, das im Alltag funktioniert und vieles von damals lässt sich gut ins Hier und Heute übersetzen.

Noch eine Kleinigkeit, erfahrungsgemäß ist man besser zu früh damit dran, als zu spät: Meine Sommerpause geht in diesem Jahr vom 26.5. bis zum 9.6. In dieser Zeit bin ich nicht erreichbar, bitte rechtzeitig anfragen bei den Kursen. Ideal wäre bis zum 21.5., dann sollte es auf jeden Fall noch klappen.

Beim Kartenlegen und den Beratungen bin ich bereits ausgebucht, dort sind neue Anfragen wieder ab dem 10.6. möglich.

Aber jetzt wünsche ich allen erst einmal ein magisches Walpurgis!


Bild von Wes Hicks aus Unsplash



Anhaftungen & Schutz

Letztens war ich beim Arzt und hab mir energetisch ganz gut was eingefangen. Ich vermute er hatte ein paar schwere Fälle in der letzten Zeit, die wie eine dunkle, klebrige Masse an diesem tatkräftigen Mann hingen und im Gespräch in meine Richtung wanderten. Ich habe ein wenig gebraucht, um alles wieder loszuwerden.

Das ist nicht überraschend. Ärzt:innen stehen an vorderster Front was Leid, Schmerz, traurige Geschichten und die Energien betrifft, die sie aus den Unterströmungen des Lebens heraus bewirken. In „Magische Heilkunst“ habe ich das ein oder andere dazu geschrieben.

In vielen Kulturen dieser Welt würde man niemanden so einen Job ohne Schutz und regelmäßige Reinigungsrituale machen lassen.

Wenn mich manchmal Leute fragen, wozu man regelmäßige Reinigungsrituale braucht: Das wäre so ein Anwendungsfall. Es geht nicht nur um „spirituelle“ Dinge. Es geht um jeden Tag, das echte Leben. Man reinigt auch nicht nur für sich selbst. Man reinigt für alle, die mit einem zu tun haben, weil sie dann einem aufgeräumten Menschen begegnen können.

Das ist so wichtig. Manchmal denke ich, ich sollte dazu einen Kurs entwerfen, einfach nur Reinigung und Schutz. Aber würde es die Leute erreichen, die es am meisten brauchen? Die glauben oftmals nicht an „so etwas“ und gehen lieber vor die Hunde.

Es ist schon bemerkenswert, das materialistische Weltbild ist genau dort am stärksten verhärtet, wo es am dringendsten mehr als tote Materie bräuchte.


Bild von Caroline Attwood aus Unsplash



Fragen an die Karten

Manchmal erreichen mich Fragen beim Kartenlegen, die in der Luft zu schweben scheinen. Es hakt irgendwo, aber man kann es nicht so richtig festmachen. Da sind Pechsträhnen, unerklärliche Ereignisse, Momente, in denen sich eine vormals gute Energie plötzlich in Luft auflöst.

Man steht davor und weiß selbst nicht so genau, was eigentlich passiert ist. Oder man hat einen Verdacht in energetischer Hinsicht, ist sich aber nicht ganz sicher. Und überhaupt, wenn es stimmt, was soll man dann tun?

Ich rede hier nicht vom alltäglichen Auf und Ab des Lebens, von einem schlechten Tag oder einer durchwachsenen Woche, sondern von Monaten, manchmal sogar Jahren, in denen das Glück nicht zurückkommt.


In unserer westlichen Kultur sind wir sehr bemüht alles zu optimieren, nehmen ausgerechnet solche Dinge aber still leidend hin. Weil die energetische Ebene für uns nicht richtig zählt. Viele trauen sich selbst nicht ganz über den Weg, was diese Wahrnehmungen betrifft und schieben sie beiseite, weil man sie nicht erklären kann.

Meist sind es KlientInnen mit Wurzeln in anderen Kulturen, die mich ganz selbstverständlich um einen Check-up bitten, was energetisch quer liegt, wenn sich so eine Schieflage entwickelt hat. Wann immer ich die Freude hatte von traditionellen SchamanInnen zu lernen, war das der erste Punkt: Herausfinden, wo die Balance gestört ist. Wo liegt der sprichwörtliche Hase im Pfeffer? Auch und gerade, wenn man es nicht direkt benennen kann.


Da können die unterschiedlichsten Ursachen vorliegen. Manchmal sind es tatsächlich Neid oder negative Gedankenpfeile. Es gibt verstimmte Naturgeister oder spirituelle Dinge, in die man zufällig hineingelaufen ist. Manchmal sind es die Ahnen und auch immer wieder die beiden Weltkriege. Bis heute wirken sie nach in Familienlinien und an Orten, deren Ausstrahlung sich damals verändert hat.

Nicht immer sind es so dramatische Dinge, manchmal haben Menschen auch „einfach so“ etwas aufgegabelt, das nicht zu ihnen gehört. Die Auswirkungen lassen nicht immer auf die Größe des Problems schließen und umgekehrt. Es gibt manchmal dramatische Ursachen, die man gut bereinigen kann, sobald der Grund gefunden ist. Genauso gibt es manchmal scheinbar einfache Situationen, die länger nachwirken, als gedacht. Jede Situation ist einzigartig und manchmal löst sich der energetische Knoten bereits in dem Moment, in dem die Ursache auf dem Tisch liegt und man es benennen kann.


Bild von Debby Hudson aus Unsplash



Zeit & Kurse

Seit einer Weile erwähnen viele KursteilnehmerInnen, dass sie eigentlich schneller mit den Lektionen sein wollten, es aber leider nicht geschafft haben.
Da hat sich etwas verändert über die Jahre. Ich bin schon eine Weile dabei, jedenfalls lange genug, um „früher“ zu sagen. Und ganz ehrlich: Früher war das nicht so angespannt.

Ich erinnere mich an Teilnehmerinnen, die nach zwei Jahren plötzlich wieder dabei waren und zwischendurch ein Kind bekommen hatten. An Leute, die mehrere Jahre mit der Pflege von Angehörigen oder beruflichen Entwicklungen eingespannt waren und danach weitergemacht haben. Das hatte alles so eine fließende Selbstverständlichkeit und war ins echte Leben eingebettet.

Letztens bekam ich eine liebevolle Postkarte von einer Teilnehmerin, die nach acht Jahren den Weiße Magie Kurs abgeschlossen hat und sich sehr darüber freute. Weil es so und nur so stimmig für sie war. So war es echt und darum geht es doch.


Woher kommt die Eile bzw. das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen, wenn man „nicht schnell genug“ ist? Man ist versucht es auf die sozialen Netzwerke zu schieben, die auch spirituelle Themen wie einen Lifestyle verkaufen und damit die ganze Tiefe und auch Zeit, die solche Entwicklungen brauchen, locker-flockig unterschlagen.

Vermutlich macht man es sich damit aber zu leicht. Es ist ja nicht nur dort so, es ist überall so, dass Schnelligkeit mit „es wirklich gut machen“ und „engagiert sein“ gleichgesetzt wird.


So funktioniert spirituelles Lernen aber nicht, das ist viel organischer. Es wächst wie Pflanzen in einem Garten. Es gibt Jahreszeiten, es gibt die unterschiedlichsten Einflüsse. Dann plötzlich keimen die Samen von vor zwei Jahren doch noch, weil die Bedingungen nun stimmig sind. Manche Pflanzen wachsen schnell, ein starker Baum braucht seine Zeit. Wir sind - in diesem Sinne - viel mehr Natur, als wir uns selbst oft zugestehen.

Aus meiner Sicht als Lehrerin ist es viel wichtiger, dass man authentisch lernt, als dass man schnell lernt. Wir sind letztendlich alle Lernende des Lebens. Das hört sich vielleicht kitschig an, stimmt aber trotzdem.


Bild von Kenji Elzerman aus Unsplash